Wo Rubel statt Panzer rollen (Vorsicht, Inhalt könnte Spuren von Satire enthalten)

In Zeiten hemmungsloser westlicher Kriegspropaganda gegen das russische Volk ist es wohltuend, einmal andere als die gleichgeschalteten Medien in den USA und in Europa zu verfolgen. Sie werden bekanntlich von ekligen außerirdischen Echsen-Regierungen manipuliert, die auch Corona erfunden haben. Lassen Sie sich nicht weiter belügen! Es gibt auch unabhängige seriöse Quellen. Quasi der Krimsekt unter den dekadent-faden Champagnern ist hier der tv-Sender „Russia today“, zurzeit problemlos im Darknet abrufbar. Wir haben exklusiv für Sie die beliebte Sendung „Wer wird Rubel-Millionär?“ verfolgt.

Dieses Fernsehformat ist einst wie die Serien „Kolchosebauer sucht Frau“, „Das Traumkriegsschiff“ oder „Akte Z“, die sieben Weltwunder wie das Düsenflugzeug, der Fußball, das Automobil, das Rad, die Currywurst, das Penicillin oder das Telefon in Russland erfunden worden. Deshalb läuft jetzt bereits die 07101952ste Folge von „Wer wird Rubel-Millionär?“, jetzt unter dem beliebten Moderator Gyntr Jauchow. Er ist der Nachnachnachfolger von Grigori Jefimowitsch Rasputin und Lavrentij Pawlowitsch Berija. Klar, darüber erfahren Sie im „Tal der Ahnungslosen“, also dem gesamten Westen Europas, mutmaßlich nichts.

Schauen wir also mal live rein:

Wer ist der bedeutendste Staatsmann des Universums? A) Wladimir Putin, B) Wladimir Putin, C) Wladimir Putin oder vielleicht doch D) Wladimir Putin? Der Kandidat Pjotr Weliki aus Sankt Petersburg hat feuchte Hände, geht nervös in diese erste Runde, murmelt „es könnte alles richtig sein“, findet dann aber souverän die richtige Lösung. „Das ist eindeutig A“, ruft er aus. Richtig, fünf Rubel. Die nächste Runde wird schon etwas schwieriger: Wer ist der größte Kriegsverbrecher der Neuzeit? A) Adolf Hitler, B) Volodomir Selenskyj, C) Annalena Baerbock oder D) Pol Pot? Weliki zögert, nimmt dann aber treffsicher B, was ihm 500 Rubel sichert. „Ja, bei uns, da kann man was lernen“, kommentiert das Gyntr Jauchow für die mutmaßlich viele Millionen enthusiastischer Zuschauer rund um den Globus.

Es sei ungeheuerlich, wie westliche Medien die Realität verzerrten, um Moskau zu diskreditieren: Die tragischen Selbstmorde von Schaufensterpuppen in der abtrünnigen Miniatur-Provinz Ukraine, die sich zuvor selbst gefesselt hätten, würden daheim auf Ostereiersuche befindlichen russischen Soldaten in die Stiefel geschoben – „einfach lächerlich, dieses durchsichtige Komplott der NATO!“ Was könne Moskau für selbstexplodierende Bahnhöfe wie in Kramatorsk oder marode Hochhäuser, die einfach durch Rost kollabieren? Nun würden sogar Finnland und Schweden in das bösartige westliche Angriffsbündnis gepresst, obwohl sie lieber zur Russischen Föderation gehören wollten. Das gelte auch für die geknechteten Menschen in Norwegen, Polen, Ostdeutschland, dem Baltikum, Rumänien, Bulgarien, Ungarn, der Schweiz und Mallorca. Dabei sei der gesamte, bruhaha, angebliche „Krieg“, bruhaha, in der Nazi-Drogenhochburg Ukraine von Hollywood-Regisseuren Oscar-reif in Studios, an Computern und in der Wüste von Nevada inszeniert worden. „Jeder weiß doch, dass es Dörfer wie Kiew, Mariupol oder Butscha gar nicht gibt und Odessa lediglich die Abkürzung für die berüchtigte nazi-deutsche ,Organisation der Ehemaligen der SS und der SA‘ ist“, klärt der Moderator auf.

Kandidat Weliki nippt an seinem Wodka-Kelch und nimmt nun locker eine Hürde nach der anderen. Er verbraucht dabei lediglich den Telefonjoker zum Geheimdienst FSB, als es um besonders gefährliche westliche Auslandsorganisationen in Russland wie zum heimtückischen Schüleraustausch oder für den überflüssigen grenzüberschreitenden Umweltschutz geht. Diese feindlichen Agenten würden zum Schutz des Volkes zuverlässig eliminiert, beruhigt Jauchow unter Beifall.

Irgendwann geht es an die 500.000 Rubel: Was ist die korrekte Übersetzung des ukrainischen Wortes „Kindergarten“? A) Chemiewaffenlabor, B) Schwulenbar, C) Flugabwehrstellung oder D) CIA-Funkstelle? Pjotr Weliki nimmt den 50:50-Joker. A und B bleiben übrig. „Es muss was ganz Schlimmes sein“, vermutet er, entscheidet sich erst für B, dann aber doch für A. Wieder richtig, ein Volltreffer!

„Machen Sie weiter?“, will Jauchow wissen. Überraschend verneint Pjotr Weliki. Einige Herren von der Menschenrechtedurchsetzungsorganisation Omon hätten ihm unmittelbar vor der Sendung geraten, sich freiwillig zur Armee zu melden. Es gelte den Frieden und auch die allesamt eng befreundeten Nachbarländer vor militärischen Überfällen zu schützen. Das Geld spende er selbstverständlich dem Kreml, sagt der Sieger. „Und“, so scherzt er, „vielleicht wird eines Tages sogar mal ein Kreuzer nach mir benannt.“

Auf Russia today folgt gleich die Sendung „Potemkin‘sche Dörfer – Paläste für das Volk.“ Doch darüber später mehr.

 

Zum Foto:

Hier ist im Gegensatz zu westlichen  Medien alles echt (v.l.): Pjotr Weliki und Gyntr Jauchow während der Show „Wer wird Rubel-Millionär?“

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