Luftwaffe freut sich über F-35-Entscheidung

„Die Beschaffung der F-35 ist ein wichtiger Schritt, die Streitkräfte für die Zukunft aufzustellen.“ Das betont Generalleutnant Ingo Gerhartz, der Inspekteur der Luftwaffe. Die Nutzungszeit des Kampfjets  Tornado, dessen Auslieferung an die Bundeswehr 1981 begann, neigt sich dem Ende zu. Nun ist die Entscheidung gefallen: F-35 Kampfjets werden in Zukunft die nukleare Teilhabe der Bundeswehr sicherstellen, eine Weiterentwicklung des Eurofighters den Bereich elektronische Kampfführung.

Die F-35 biete ein einzigartiges Kooperationspotential mit den Nato-Verbündeten, erklärte Verteidigungsministerin Christine Lambrecht in ihrem Statement am 14. März. Mit der Weiterentwicklung des Eurofighters für den elektronischen Kampf blieben wichtige Schlüsseltechnologien in Deutschland und in Europa, so die Ministerin weiter. Darüber hinaus sichere sich Deutschland so eine starke Rolle im zukünftigen Kampfflugzeug-System FCAS, das gemeinsam mit Frankreich entwickelt wird.

Die F-35 bietet nach Angaben des Verteidigungsministeriums ein einzigartiges Kooperationspotenzial mit Deutschlands NATO-Verbündeten und weiteren Partnern in Europa. Italien, Finnland, Norwegen, Dänemark, Großbritannien, Niederlande, Belgien und Polen nutzen bereits die F-35 oder sind aktuell im Beschaffungsprozess.

„Auf Putins Aggression gibt es nur eine Antwort: Geschlossenheit in der NATO und glaubwürdige Abschreckung. Gerade deshalb ist die Entscheidung für die F-35 ohne Alternative. Die F-35 ist das modernste Kampfflugzeug weltweit, viele unserer europäischen Partner haben sich ebenfalls für dieses Flugzeug entschieden. Es stärkt unsere Fähigkeit, gemeinsam mit ihnen den NATO-Luftraum zu sichern und das Bündnis zu verteidigen“, heißt es in der Stellungnahme von Generalleutnant Ingo Gerhartz. „Mit der F-35 beschaffen wir ein marktverfügbares Kampfflugzeug der 5. Generation. Auf dem Markt verfügbare Systeme sind beispielgebend für eine Beschleunigung der Modernisierung unserer Streitkräfte. Zusammen mit der Weiterentwicklung des Eurofighters für den Elektronischen Kampf machen wir einen wichtigen Schritt, um die Luftwaffe und damit die deutschen Streitkräfte für die Zukunft aufzustellen.“

Als Mehrzweckkampfflugzeug kann die F-35A eine Vielzahl an unterschiedlichen Waffen tragen: Neben einer fest eingebauten vierläufigen Gatling-Maschinenkanone im Kaliber 25 Millimeter verfügt das Flugzeug über zwei interne Waffenschächte mit jeweils zwei Laststationen. An sechs Außenlastträgern können zusätzliche Waffen mitgeführt werden, dann allerdings mit negativem Einfluss auf die Radarsignatur der F-35. Zur möglichen Bewaffnung zählen neben einer Vielzahl an gelenkten und ungelenkten Raketen sowie Marschflugkörpern und Bomben auch freifallende Atomwaffen.

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Eine F-35 landet während der Übung „Blue Flag 2021“ bei Sonnenuntergang auf der Air Base Ovda in Israel. Foto: Bundeswehr/Jane Schmidt

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