Luftwaffe demonstriert Geschlossenheit im NATO-Bündnis

Die deutsche Luftwaffe beteiligt sich im Februar und März 2022 mit drei Eurofighter-Kampfflugzeugen an der NATO-Mission „enhanced Air Policing South“ (erweiterte Luftraumüberwachung Süd) in Rumänien.  Das teilt das Presse- und Informationszentrum der Luftwaffe in Berlin-Gatow mit.

Dort gewährleistet die Luftwaffe zusammen mit Italien die Sicherheit im NATO-Luftraum und steht verlässlich an der Seite ihrer Verbündeten. Mit diesem leistungsfähigen Kräftebeitrag setzt die Bundeswehr die im Bündnis 2014 verabschiedeten Maßnahmen zur Bündnissolidarität und Rückversicherung um.

Das deutsche Kontingent wird dabei weitestgehend in das italienische Kontingent vor Ort integriert. Dieses Konzept der Interoperabilität ermöglicht es, einen bestehenden Luftverteidigungsverband mit geringem Aufwand an Material und Personal schnell aufwachsen zu lassen und zu verstärken.

Ziel ist es, bei Alarmierung im Rahmen des „Quick Reaction Alert“ (QRA) gemeinsame Schutzflüge mit deutschen und italienischen Eurofightern durchzuführen. Diese QRA-Einsätze im Rahmen des NATO Air Policings finden standardmäßig mit Luft-Luft-Bewaffnung statt. Die Eurofighter und das Personal kommen aus dem Taktischen Luftwaffengeschwader 74 in Neuburg an der Donau. Der Beitrag wurde langfristig geplant und vorbereitet. Die Einsätze umfassen zum Beispiel die Identifikation von nicht angemeldeten Luftfahrzeugen bis hin zum Schutz vor möglichen Luftangriffen. Innerhalb kürzester Zeit können bei Gefahr bewaffnete Militärflugzeuge den Luftraum sichern und Gefahren beseitigen. Air Policing kann rund um die Uhr zum Einsatz kommen, ist durch einen defensiven Charakter geprägt und nicht auf eine spezifische Bedrohung ausgerichtet.

Die kontinuierlichen Beiträge der Luftwaffe beim NATO Air Policing dienen auch dem Erfahrungsaustausch und stärken die Interoperabilität mit unseren Alliierten. Die enge Kooperation zwischen der italienischen und deutschen Luftwaffe demonstriert die Geschlossenheit im Bündnis. Deutsche Jagdflugzeuge sind regelmäßig in der Luftraumüberwachung Estlands, Lettlands und Litauen eingesetzt. Diese kleinen NATO-Staaten besitzen keine eigenen Kampfflugzeuge. Zuletzt waren deutsche Eurofighter vom September 2020 bis zum Mai 2021 im estnischen Fliegerhorst Ämari stationiert, ebenfalls gemeinsam mit den Italienern. Seit Dezember 2021 sichern polnische und belgische F-16 den Luftraum über dem Baltikum.

Zum Foto: Ein bewaffneter Eurofighter des Taktischen Luftwaffengeschwaders 74 sichert den Luftraum über Estland. Foto: Thorsten Weber/Bundeswehr

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