Rheinmetall liefert portugiesischem Heer 1500 Lasermodule

Wolfgang Kammerlander

Rheinmetall ist vom portugiesischen Heer mit der Lieferung von 1500 Lasermodulen LM-LowProfile beauftragt worden. Der bereits im Oktober 2020 gebuchte Auftrag sieht die Lieferung der Geräte in drei Losen vor. Er soll im dritten Quartal 2021 abgeschlossen sein. Der Auftragswert liegt im niedrigen einstelligen MioEUR-Bereich. Rheinmetall kooperiert bei der Auftragsabwicklung eng mit dem nationalen Vertriebspartner, der NT Group Portugal.

Das von Rheinmetall Soldier Electronics aus Stockach am Bodensee entwickelte sehr kompakte Lasermodul LM-LowProfile ist für den Einsatz an kompakten Sturmgewehren konzipiert, eignet sich aber auch für andere Handwaffen. Das nur rund 160 Gramm leichte und 85 mm lange Gerät lässt sich über eine Standard-Schnittstelle gemäß MIL-STD 1913/NATO STANAG 4694 an jedem gängigen Sturmgewehr befestigen. Aufgrund seiner geringen Bauhöhe von 25 mm eignet es sich gut in Verbindung mit Tagsichtoptiken und beeinträchtigt die Visierlinie nicht. Aufgrund der Anordnung der Laser zur Laufachse eignet sich dieses Gerät vor allem für Waffen mit nicht abnehmbaren mechanischen Visierungen (Kimme und Korn). Das LM-LowProfile wird von einer CR123-Batterie gespeist und bietet einen sichtbaren und einen Infrarot-Laserzielmarkierer sowie einen fokussierbaren Infrarot-Beleuchter. Alle integrierten Laser lassen sich mittels Blockjustierung parallel einstellen. Wahlweise kann das Lasermodul via Triggerkabel fernbedient werden oder mittels eines einzigen Druckknopfes direkt am Gerät. Das LM-LowProfile ist bis 30 Meter für bis zu zwei Stunden wasserdicht. Das Lasermodul kann durch Adaption einer taktischen Waffenlampe kampfwertgesteigert werden. Eine Waffenlampe wurde seitens Rheinmetall bereits in einem ersten Auftrag ebenfalls an das portugiesische Heer geliefert.

Das LM-LowProfile konnte sich bei den Erprobungen durch das portugiesische Heer aufgrund seiner Ergonomie und seiner Leistung gegen verschiedene Mitbewerber durchsetzen. Das Gerät bietet weiterhin den großen Vorteil, dass es nicht den strengen Exportbestimmungen der US-amerikanischen ITAR-Regelung unterliegt. Die Geräte werden durch eine Lasergravur individualisiert.

Die jetzt beginnende Auslieferung ist der dritte Auftrag aus Portugal innerhalb von drei Jahren. Er unterstreicht das große Vertrauen des portugiesischen Heeres in die Expertise von Rheinmetall im Bereich moderner Soldatenausstattung.

(Beitragsbild: Wolfgang Kammerlander, Geschäftsführer von Rheinmetall Soldier Electronics, Rheinmetall)

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