gemeinsames Triebwerk für FCAS

Michael Schreyögg

MTU Aero Engines, Safran Aircraft Engines und ITP Aero haben vereinbart, gemeinsam das Triebwerk für das Kampfflugzeug der nächsten Generation (Next Generation Fighter, NGF) zu entwickeln, herzustellen und zu betreuen. Der NGF ist ein Kernelement von FCAS.

„Wir haben eine verlässliche Grundlage geschaffen für pragmatische und zielgerichtete Entscheidungen der Partner über den gesamten Lebenszyklus des Triebwerks hinweg“, betonte Michael Schreyögg, Programmvorstand der MTU Aero Engines und Vorsitzender des EUMET-Shareholder-Meetings. „Darauf aufbauend werden wir uns gemeinsam auf die kommenden großen Schritte konzentrieren: die vertragliche Absicherung der Demonstratorphase in den nächsten Monaten und das Hochfahren der Entwicklungsaktivitäten im Einklang mit unserem ambitionierten Zeitplan bis 2040.“

ITP wird Hauptpartner des von MTU und Safran gegründeten Gemeinschaftsunternehmens EUMET. Dies ermöglicht einen Arbeitsanteil von je einem Drittel für Deutschland, Frankreich und Spanien. EUMET wird für alle den Antrieb betreffenden Aktivitäten der alleinige Vertragspartner der am FCAS-Programm beteiligten Nationen sein.

„Das FCAS-Programm ist von hoher strategischer Bedeutung, da es uns ermöglicht, unsere fundamentalen Fähigkeiten bei militärischen Triebwerken zu erhalten und gleichzeitig die nationalen und europäischen Verteidigungsfähigkeiten zu stärken“, erklärte Jean-Paul Alary, CEO von Safran Aircraft Engines. „Als Verantwortlicher für Triebwerksdesign und Triebwerksintegration freut sich Safran darauf, die Zusammenarbeit mit MTU und ITP stabil und verlässlich zu gestalten.”

„Die heutige Vereinbarung markiert einen wichtigen Meilenstein für ITP Aero und das FCAS-Programm. Wir glauben, dass dieses Programm für ITP Aero von großer Bedeutung sein wird, da es die Rolle und die Fähigkeiten der spanischen Verteidigungsindustrie für die Zukunft der europäischen Verteidigung aufzeigt. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit unseren Partnern Safran und MTU“, sagte Carlos Alzola, CEO von ITP Aero.

Im Rahmen von EUMET wird Safran Aircraft Engines die Auslegung und Integration des Triebwerks leiten und die MTU Aero Engines alle Instandsetzungs- und Serviceaktivitäten. Als Hauptpartner von EUMET wird ITP Aero voll in die Auslegung des Triebwerks eingebunden sein und neben anderen Komponenten die Niederdruckturbine und die Schubdüse (Nozzle) entwickeln.

Um das FCAS-Programm auf die nächste Stufe zu heben, soll die nächste Forschungs- und Technologiephase (R&T 1B/2) die nationalen Bewilligungsprozesse bis Mitte dieses Jahres durchlaufen. Das sieht der Zeitplan der jeweiligen Regierungen vor.
(Beitragsbild: Michael Schreyögg/MTU)

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