Korvette „Ludwigshafen am Rhein“ nach 17 Monaten zurück

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Heute um 10 Uhr, ist die Korvette „Ludwigshafen am Rhein“ unter dem Kommando von Fregattenkapitän Thorsten Vögler (39) in ihren Heimathafen Warnemünde zurückgekehrt.

Die Korvette war über 17 Monate im UNIFIL-Einsatz (United Nations Interim Force in Lebanon) eingesetzt und legte dabei über 67.000 Seemeilen zurück. In dieser Zeit erfolgten drei Crewwechsel. Die Besatzung „Delta“ verbrachte zuletzt 101 Tage auf der Korvette vor der libanesischen Küste. Die 60 Mann starke Crew hatte den Auftrag, in Zusammenarbeit mit anderen internationalen Partnern, die libanesischen Behörden bei der Überwachung des Seeverkehrs und der Unterbindung von Waffenschmuggel zu unterstützen.

„Ich bin stolz auf meine Besatzung, dass sie neben den normalen Einsatz- und Seefahrtsbelastungen alle zusätzlichen Entbehrungen mit Disziplin und Verantwortung getragen und den Auftrag mit Herzblut erfüllt hat“, so der Kommandant, Fregattenkapitän Vögler. Aufgrund der COVID-19-Pandemie mussten während des gesamten Zeitraumes strenge Hygieneauflagen eingehalten werden. Das schloss auch das Verbot auf Landgang mit ein. Trotz der Widrigkeiten ist die Mission der „Ludwigshafen am Rhein“ ein voller Erfolg und zeigt die Durchhaltefähigkeit der Einheiten auch bei längeren Einsatzzeiträumen.

Die Marinesoldaten waren vor Ort der brasilianischen Führung unterstellt. Neben Deutschland beteiligen sich weiterhin Schiffe und Boote aus Brasilien, Griechenland, Bangladesch, Indonesien und der Türkei an der UN-Mission im Mittelmeer. Seit Anfang Oktober patrouilliert die Korvette „Magdeburg“ an ihrer Stelle vor der libanesischen Küste. Ab Januar 2021 soll der gesamte Flottenverband deutscher Führung unterstellt werden.

Hintergrundinformationen

Seit 1978 setzen sich Blauhelmsoldaten der UNIFIL-Mission (United Nations Interim Force in Lebanon) für Frieden zwischen Libanon und Israel ein. Anfangs zählten die Überwachung eines angestrebten Waffenstillstands und die Bestätigung des Abzugs israelischer Streitkräfte aus dem Libanon zu ihren Aufgaben. Heute sind die UNIFIL-Blauhelme rund 10.500 Mann stark und kommen aus rund 40 Nationen.

Nach dem Zweiten Libanonkrieg im Jahr 2006 wurde das Mandat ergänzt. Seitdem unterstützt UNIFIL die libanesische Regierung dabei, die Seegrenzen zu sichern und Waffenschmuggel von See zu verhindern. Der Maritime Einsatzverband UNIFIL war der erste Flottenverband unter Führung der Vereinten Nationen – deutsche Schiffe und Boote operieren von Beginn an in diesem Verband. Die Schiffe unterbinden Waffenschmuggel auf dem Seeweg in den Libanon und tragen so zu Stabilität und Sicherheit in der Region bei. Die Libanesische Marine hat wertvolle Ausrüstung von Deutschland erhalten, darunter Wachboote und Küstenradarstationen. Deutsche Marinesoldaten engagieren sich außerdem seit mehreren Jahren in der Ausbildung ihrer libanesischen Kameraden.

(Beiragsbild: Markdo PIZ/ Sühl)

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