Vergabeverfahren im Projekt „Schwerer Transporthubschrauber (STH)“ aufgehoben

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Im Rahmen der laufenden Vergabe wurde erkannt, dass eine Realisierung des Projektes im geplanten Finanzrahmen bei gleichzeitiger Erfüllung aller Forderungen unwahrscheinlich ist. Die Vergabestelle des Bundesamtes für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr hat die vorliegenden Angebote als unwirtschaftlich bewertet und aus diesem Grund das Vergabeverfahren aufgehoben.

Die nunmehr erforderliche Neubetrachtung des Projektes wird Auswirkungen auf den bisherigen Zeitplan haben. Ein Vertragsschluss in 2021 unter den derzeitigen Rahmenbedingungen kann somit nicht erreicht werden. Ziel bleibt weiterhin, das bisherige Muster CH-53G zeitgerecht zu ersetzen.

Hintergrund

Die Luftwaffe benötigt moderne Hubschrauber für die fordernden Aufgaben in Ausbildung, Übung und Einsätzen. Aus diesem Grund hat Ende 2017 der damalige Generalinspekteur die Entscheidung getroffen, die alternde CH-53G zu ersetzen. Das Nutzungsdauerende dieses Waffensystems ist im Jahr 2030 erreicht. Um einen bruchfreien Fähigkeitserhalt zu ermöglichen, wurde eine wettbewerbliche Ausschreibung frühzeitig eingeleitet und im Juni 2019 die Anbieter zur Abgabe von Angeboten aufgefordert. Die Realisierung des Projekts STH hat für die Bundeswehr eine sehr hohe Priorität, da die Fähigkeit zum Lufttransport sowohl für die Mobilität und Reaktionsfähigkeit von Streitkräften wie auch für Hilfs- und Unterstützungsleistungen von herausragender Bedeutung sind. Das Projekt wird daher mit veränderten Vorgaben fortgesetzt.

(Beitragsbild: wiki Commons/Tim Rademacher)

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