Korvette „Magdeburg“ auf dem Weg nach Limassol

Korvette Magdeburg
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Heute um 11.30 Uhr, wird die Korvette „Magdeburg“ den Heimathafen Warnemünde verlassen und sich mit ihrer 60-köpfigen Besatzung auf den Weg nach Limassol (Zypern) begeben.

Unter dem Kommando von Fregattenkapitän Thorsten Schäfer (44), wird die Besatzung „Echo“ die Korvette „Ludwigshafen am Rhein“ und die Besatzung „Delta“ im Einsatzgebiet zwischen Zypern und dem Libanon ablösen. Doch bis dahin stehen den Marinesoldaten erst einmal eine zweiwöchige Isolation an Bord bevor. „In Zeiten der COVID-19-Pandemie bestehen verschärfte Landgangsbedingungen im Einsatzland. Aus diesem Grund haben wir alle Soldaten kurz vor dem Auslaufen auf die COVID-19 Erkrankung getestet und bleiben bis zum Einlaufen im Einsatzgebiet in der vorgeschriebenen Quarantäne“, erklärt der Kommandant, Fregattenkapitän Schäfer.

Doch das ist nicht die einzige Herausforderung die der Besatzung im kommenden Einsatz bevorsteht. „In erster Linie werden wir unserer Hauptaufgabe, den Seeraum vor Ort zu überwachen, nachkommen. Das bedeutet, dass wir in enger Zusammenarbeit mit allen anderen an der UN-Mission beteiligten Nationen und den libanesischen Behörden sowie der Libanesischen Marine den Seeverkehr beobachten. Sollten uns Schiffe und Boote verdächtig vorkommen, ist es unsere Aufgabe, mit gezielten Abfragen und Überprüfungen ein sicheres Seegebiet herzustellen. Doch wir wollen auch weiterhin die Libanesische Marine im Küstenschutz ausbilden. Aufgrund der jüngsten innenpolitischen Ereignisse, zugespitzt nach der Explosion im Beiruter Hafen, sind Erfolg und Durchführbarkeit von Ausbildungen für die Libanesische Marine jedoch eingeschränkt“, so Schäfer weiter.

Vor Ort wird die Korvette der brasilianischen Führung unterstellt und gemeinsam mit Schiffen aus Brasilien, Griechenland, Bangladesch, Indonesien und der Türkei ihren Beitrag an der UN-Mission im Mittelmeer leisten. Die Besatzung wird Februar 2021 wieder in der Heimat zurückerwartet.

Hintergrundinformationen

Seit 1978 setzen sich Blauhelmsoldaten der UNIFIL-Mission (United Nations Interim Force in Lebanon) für Frieden zwischen Libanon und Israel ein. Anfangs zählten die Überwachung eines angestrebten Waffenstillstands und die Bestätigung des Abzugs israelischer Streitkräfte aus dem Libanon zu ihren Aufgaben. Heute sind die UNIFIL-Blauhelme rund 10.500 Mann stark und kommen aus rund 40 Nationen.

Nach dem Zweiten Libanonkrieg im Jahr 2006 wurde das Mandat ergänzt. Seitdem unterstützt UNIFIL die libanesische Regierung dabei, die Seegrenzen zu sichern und Waffenschmuggel von See zu verhindern. Der Maritime Einsatzverband UNIFIL war der erste Flottenverband unter Führung der Vereinten Nationen – deutsche Schiffe und Boote operieren von Beginn an in diesem Verband. Die Schiffe unterbinden Waffenschmuggel auf dem Seeweg in den Libanon und tragen so zu Stabilität und Sicherheit in der Region bei. Die Libanesische Marine hat wertvolle Ausrüstung von Deutschland erhalten, darunter Wachboote und Küstenradarstationen. Deutsche Marinesoldaten engagieren sich außerdem seit mehreren Jahren in der Ausbildung ihrer libanesischen Kameraden.

(Beitragsbild: PIZ Marine)

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