£317 Mio. Vertrag zur Entwicklung eines Radars für Royal Air Force.

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Ein 317 Millionen Pfund teurer Vertrag über die Entwicklung der nächsten Radargeneration für den Eurofighter Typhoon der Royal Air Force (RAF) wird Hunderte von Arbeitsplätzen sichern und Technologien für das britische Future Combat Air System entwickeln.

BAE Systems und Leonardo haben den Auftrag erhalten, das Active Electronically Scanned Array (AESA) European Common Radar System Mark 2 (ECRS Mk2) zu einem Standard zu entwickeln, der für die Integration in das RAF-Typhoon Kampfflugzeug bereit ist.

Es wird mehr als 600 hochqualifizierte Arbeitsplätze im ganzen Land sichern, darunter mehr als 300 am Leonardo-Standort in Edinburgh, über 100 Spezialisten für elektronische Kriegsführung am Unternehmensstandort in Luton und 120 Ingenieure am Standort von BAE Systems in Lancashire. Das ECRS Mk2 ist ein multifunktionales Array (MFA), das UK Typhoons zusätzlich zu den traditionellen Radarfunktionen, einschließlich des elektronischen Breitbandangriffs, eine weltweit führende Fähigkeit zur elektronischen Kriegsführung verleihen wird.

Es wird die RAF-Piloten mit der Fähigkeit ausstatten, feindliche Luftabwehrsysteme zu lokalisieren, zu identifizieren und mittels hochleistungsfähiger Störsender zu unterdrücken. Sie können Ziele bekämpfen, auch wenn sie sich außerhalb der Reichweite von Bedrohungen befinden – selbst wenn sie in eine andere Richtung blicken – und innerhalb der Reichweite der gegnerischen Luftabwehr operieren, wobei sie durchgehend vollständig geschützt bleiben.

Diese bahnbrechende Fähigkeit wird das mechanisch abtastende Radar ersetzen, mit dem die RAF-Typhoons derzeit ausgestattet sind, und wird sicherstellen, dass Großbritannien die Freiheit behält, Luftstreitkräfte zu liefern, wo und wann immer sie benötigt werden. Sie ermöglicht es Typhoon auch, sich mit künftigen datengesteuerten Waffen zur Bekämpfung der sich rasch entwickelnden Luftverteidigung zu verknüpfen, so dass sichergestellt ist, dass die britischen Taifune auch in den kommenden Jahren den Kampfraum beherrschen können.

Andrea Thompson, Managing Director Europe & International für den Luftfahrtsektor von BAE Systems, sagte: „Diese Fähigkeit wird es Typhoon ermöglichen, auf Jahrzehnte hinaus seinen Platz im künftigen Gefechtsraum einzunehmen, indem Schlüsseltechnologien für künftige Kampfluftsysteme ausgereift werden und die Interoperabilität gewährleistet wird.
Sie sichert nicht nur hochqualifizierte Arbeitsplätze, sondern wird auch die Schlüsselqualifikationen erhalten, die erforderlich sind, um Großbritannien an der Spitze des globalen Luftkampfsektors zu halten. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit den Eurofighter-Nationen und unseren Partnern aus der Industrie, um sicherzustellen, dass Typhoon die Bedürfnisse von heute erfüllt und den Herausforderungen von morgen gerecht wird.

Mark Hamilton, Senior Vice President Electronic Warfare, sagte Leonardo: „Dieser Vertrag ist eine großartige Nachricht für Großbritannien, das das leistungsfähigste Kampfflugzeug-Radar der Welt erhalten wird, und eine großartige Nachricht für die britische Technik. Die Erfindung, Entwicklung und der Bau fortschrittlicher Technologie hier im Vereinigten Königreich ermöglicht es uns, die spezifischen Anforderungen unserer Streitkräfte zu verstehen und zu erfüllen und Exportaufträge in der ganzen Welt zu erhalten, wodurch die gesamte britische Wirtschaft angekurbelt wird“.

Das neue Radar wird auf der Active Electronically Scanned Array (AESA)-Technologie basieren und auf der Grundlage eines revolutionären MFA spielverändernde Fähigkeiten bieten.

Es verfügt über wesentlich mehr Sende-Empfangselemente als andere Radargeräte, was Mk 2 zum leistungsfähigsten AESA-Kampfradar der Welt macht, da es die gleiche Leistung und Präzision wie herkömmliche Radargeräte beibehält, aber auch den gleichzeitigen Betrieb seiner Breitband-Funktionalität für die elektronische Kriegsführung ermöglicht.

BAE Systems, Großbritanniens Hauptauftragnehmer für den Typhoon, wird den neuen Sensor integrieren, der von Leonardo, dem britischen Champion für Verteidigungselektronik, entwickelt wird. Beide Unternehmen arbeiten derzeit im Rahmen eines vier Länder umfassenden Entwicklungsprogramms zusammen mit den Partnern des Eurofighter-Konsortiums in Deutschland, Spanien und Italien an einer Basisversion des AESA-Radars. Das ECRS Mk2 ist ein völlig neuer Ansatz, der auf die operationellen Bedürfnisse der RAF und künftiger Exportkunden zugeschnitten ist.

Die Zusage Großbritanniens folgt einer ähnlichen Zusage Deutschlands und Spaniens, ihre eigenen nationalen Anforderungen an ein AESA-Radar zu erfüllen.

(Beitragsbild: Leonardo)

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